Wir Haben Es Satt – Demo
Beginn: 12 Uhr, Beginn Demozug: ca. 13 Uhr

Am 17.01.2026 um 12:00 Uhr am Brandenburger Tor findet die sechzehnte „Wir haben es satt“ – Demo statt.
Wir haben es satt! ist eine Bewegung von Landwirten, Umwelt-, Natur- und Tierschutzverbänden, die sich für eine Veränderung der industriellen Landwirtschaft hin zu einer Ökologisierung der Landwirtschaft einsetzt. Es geht um einen tiefgreifenden Strukturwandel in der Agrar- und Verbraucherpolitik zu einem ökologisch nachhaltigen, klimaschonenden und tiergerechten System.
Warum protestieren wir?
Während Agrarkonzerne mit klimaschädlichen Praktiken und Patenten auf Saatgut Milliarden verdienen können, kämpfen Bäuer*innen um ihre Existenz. Die Lebensmittelindustrie und der Einzelhandel diktieren die Preise. Unser aktuelles Ernährungssystem verursacht rund ein Drittel der globalen Treibhausgasemissionen. Wir Menschen brauchen viele Lebensmittel, klar. Aber überraschenderweise müsste nicht die gesamte Menschheit hungern, um einen Großteil der Emissionen zu verringern. Denn viele der aktuell ausgestoßenen Treibhausgase sind kein notwendiges Nebenprodukt der Lebensmittelproduktion, sondern folgt aus struktureller Ineffizienz. Viele Treibhausgase werden bei der Massentierhaltung, globaler Entwaldung für deren Futtermittel und dem massiven Einsatz fossiler Energien für Düngemittel ausgestoßen…
- …und trotzdem stockt der Umbau der Massentierhaltung und fehlt es auch noch an Transparenz und einer verpflichtenden Haltungskennzeichnung.
- …und trotzdem verschwenden wir Millionen Tonnen an Lebensmittel in Deutschland. Aktuell landen in Deutschland ca. 10,8 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. (Privat, Gastro, Einzelhandel, …) Die Lebensmittelversorgung braucht viel Energie.
- …und trotzdem sind hoch verarbeitete Lebensmittel teils billiger als die unverarbeiteten. Obwohl an der Herstellung mehr Maschinen, mehr Energie, mehr Arbeitende und mehr einzelne Inhaltsstoffe beteiligt waren.
Wir wollen der Politik zeigen, dass wir eine Veränderung wollen. Denn so kann es nicht weiter gehen.
Durch das aktuelle System leiden Mensch, Tier und Natur.
Was wir eigentlich brauchen
- weniger Tiere pro Hof, – dafür mehr Platz, Licht und frische Luft. Was für mehr Tierwohl, weniger Medikamenteneinsatz und sinkende Emissionen sorgt
- faire Preise vom Einzelhandel und Unterstützung für Betriebe die Klima- und Artenschutz betreiben
- ein System, welches für weniger Lebensmittelverschwendung sorgt, z.B. indem große Portionen nicht deutlich billiger sein sollten als kleine.
- eine Politik, die den Zugang zu regionalem Saatgut sichert, die die Landwirtschaft dazu anregt, nachhaltiger zu arbeiten und die umweltschädliche Praktiken nicht weiter unterstützt.
- mehr Achtung der Biodiversität und der Böden
- Und nicht zu vergessen: Bildung. Damit wir lernen, wie wertvoll Lebensmittel sind, welche Lebensmittel uns langfristig gut tun, aber auch wie wir weniger Essen im Alltag verschwenden, oder auch damit wir früh wissen wie wir selbst z.B. Kräuter auf unseren Fensterbrettern anbauen können. Wissen schafft Unabhängigkeit!
Darum geht demonstrieren!
Denn wir fordern von unserer Bundesregierung den nötigen Mut und die Konsequenz, um dieses langwierige, komplexe und anstrengende Ziel zu erreichen.
Aber ehrlich: Was bleibt uns anderes übrig?
Diese Zukunft entsteht nur durch politischen Druck von UNS. Wenn wir uns als Erzeuger*innen und Konsument*innen zusammenschließen und zeigen was wir wollen, werden die Bedingungen vielleicht geändert.
Komm zur Demo! Je mehr wir sind umso besser.
Setzen wir gemeinsam ein Zeichen für eine Landwirtschaft, die uns alle auch noch in der Zukunft ernähren kann. Am 17.01.2026 um 12:00 Uhr am Brandenburger Tor. Der Demozug startet um etwa 12:45 Uhr.
Wir haben es nämlich satt!
Demonstriere zusammen mit uns.
Du weißt nicht, mit wem du zur Demo gehen sollst, willst dich einer größeren Gruppe anschließen oder uns kennenlernen? Lauf doch mit uns mit. Unser Treffpunkt ist um 12 Uhr am Infostand der BUNDjugend. Wir werden später im Jugendblock (der vorderste Block) mitlaufen. Du erkennst uns an unseren grünen und weißen Flaggen, auf denen BUNDjugend drauf steht.
Wir freuen uns auf dich!
Es sind Bäuer*innen, von konventionell bis bio, von Tierhaltung bis Ackerbau, Gärtner*innen, Imker*innen und Lebensmittelhandwerker*innen. Wir sind Aktivist*innen aus Klimaschutzbewegungen, Natur-, Umwelt- und Tierschutz, engagierte Jugendliche und kritische Menschen aus Stadt und Land.
Wir haben es satt! Setzt sich gegen die Agrarindustie und für eine Agrarwende ein. Die Protestveranstaltungen werden aus einem Bündnis von rund 60 Organisationen gemeinsam getragen. Darunter befinden sich unter anderem: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND und auch wir, die BUNDjugend), Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Naturschutzbund Deutschland (NABU), Brot für die Welt, Demeter, INKOTA-netzwerk, Misereor, Oxfam, Slow Food Deutschland.

Du hast noch Fragen?
Ruf gerne unter 030-3928280 zwischen 10 Uhr und 16 Uhr an oder schreib eine E- Mail an mich.