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„Zum Sterben zurückgelassen“ – unsere Kooperation mit dem Tierschutzverein Berlin

Allgemein,  Kooperationen
Vier Personen vor einem Fenster mit BUNDjugend-Banner und Katzensilhouette im Fenster
Foto vor dem BUNDjugend Berlin Büro: Erich-Weinert-Straße 82, 10439 Berlin

Seit einiger Zeit hängt am Bürofenster der BUNDjugend Berlin eine Info-Silhouette in Form einer Katze. Sie ist Teil der Aufklärungskampagne: „Zum Sterben zurückgelassen“ des Tierschutzvereins für Berlin und dem Tierheim Berlin.

Der Tierschutzverein Berlin machte uns auf ihre Aktion aufmerksam und bat um Zusammenarbeit. Aus Überzeugung stimmten wir zu.

Ziele der Aktion

Ein Ziel dieser Aktion ist es aufzuklären. Wenn man den QR-Code einscannt, kann man die Projektwebseite der Aktion öffnen. Die Startseite und die „FAQs“ – Seite zeigen wichtige Informationen über ausgesetzte Tiere, wie man seine Tiere im Tierheim abgibt und über den Bedarf des Tierheims. Ein weiteres Ziel ist Aufmerksamkeit zu wecken, damit wir mit geöffneten Augen durch die Straßen gehen, aber auch um den Notstand des Tierheimes publiker zu machen.

Warum gibt es die Aktion?

Die Silhouetten, die in Berlin an Standorten freiwilliger Personen und Institutionen verteilt sind, sind ein Mahnmal für die Tierschicksale, die sich täglich auf Berlins Straßen abspielen: Tiere, die im Karton abgestellt, angebunden oder wie Müll entsorgt werden.

Allein 2023 wurden in Berlin fast 2000 Tiere auf diese Weise „entsorgt“ und daraufhin im Tierheim aufgenommen. Situationen in denen die Tiere verweilen mussten, ohne Gewissheit auf Überleben. Die Dunkelziffer ist höher – viele werden nicht oder nur noch tot gefunden. Sie sterben einen qualvollen und unsichtbaren Tod: durch Unfälle im Straßenverkehr, beim verzweifelten Versuch, sich aus Transportboxen zu befreien oder an Hunger und Durst.

Das Tierheim Berlin übernimmt die Verantwortung, wo andere Menschen versagt haben. Täglich nehmen die Mitarbeitenden Fundtiere auf, kümmern sich um medizinische Versorgung (inkl. Kastrationen), die Pflege und die Vermittlung.

Das Problem wächst dem Tierheim längst über den Kopf: Im Internet gibt es ein nahezu grenzenloses Angebot an Tieren jeglicher Art. Teils sind sie sehr billig, nicht gut versorgt worden oder kommen aus schwierigen Umständen. Beim Kauf im Internet achtet niemand darauf, ob der/die Käufer*in sich gut um das Tier kümmern kann. Jede*r kann jederzeit ein Tier kaufen, egal ob unüberlegt, ohne ausreichende Kenntnisse oder Verantwortungsbewusstsein. Die Folge: Immer mehr Tiere werden ausgesetzt oder landen im Tierheim – krank, verhaltensauffällig oder einfach ungewollt. Die Tierstuben sind dauerhaft voll, die Kassen dagegen leer. Viele Tierheime in Deutschland sind an der Grenze ihrer Kapazitäten. Es mangelt häufig an Geld, Personal und genügend Räumlichkeiten für die Tiere. Besonders alte, kranke oder verhaltensauffällige Tiere brauchen viele Ressourcen und sind schwierig zu vermitteln, weil sie kompetente und verantwortungsvolle Hände benötigen.

Das Tierheim Berlin schreibt selbst: „Berlin muss mehr Einsatz zeigen, Verantwortung übernehmen und unsere Tierschutzarbeit endlich ausreichend finanzieren.“ Aktuell finanziert sich das Tierheim überwiegend durch Nachlässe, Spenden und Mitgliedsbeiträge. Hinzu kommen noch Gebühren beim Erwerb eines Tieres. Die Gebühren sollen Spontankäufe verhindern. Dieses Geld macht die Versorgung der Tiere im Tierheim möglich.

Ein Tierschicksal

Jedes Tier hat eine Geschichte. Hier ist ein Schicksal, das man auf der Website finden kann.

Pepita und ihre Geschwister

Die fünf Welpen wurden im Winter in einem Karton gefunden – ein Busfahrer entdeckte die Kleinen in der Köpenicker Wuhlheide. Von der Mutter keine Spur. Ohne Hilfe hätten Pablo, Pepita, Pepino, Pepsi und Peaches das wohl nicht überlebt. Nicht auszudenken, was hätte passieren können. Wochenlang haben die Mitarbeiter des Tierheims sie versorgt und aufgepäppelt.

Sie ist nur eines von vielen traurigen Beispielen, die zeigen, wie die Kampagne: „Zum Sterben zurückgelassen“ in der Realität aussieht.

Was kann ich tun?

Augen auf! Vielleicht braucht ein Tier, welches ausgesetzt wurde, deine Hilfe.

Hier findest du Infos, wie du dich verhälst, wenn du ein Tier findest.

Sichtbarkeit schaffen: Du kannst selbst eine Info-Silhouette platzieren oder die Aktion in deinem Umfeld bekannt machen. Hast du eine Tiersilhouette oder ein Plakat gesehen? Du kannst sie fotografieren, posten und @tierschutzberlin markieren, damit mehr Menschen vom Problem der ausgesetzten Tiere erfahren.

Flyer und Plakate kannst du dir über die Kampagnenwebseite ausdrucken, aber du kannst dir auch eine größere Menge zusenden lassen, wenn du welche aufhängen/verteilen möchtest.

Und Spenden beim Tierheim sind natürlich auch Willkommen.

Wenn du dich um ein Tier kümmern möchtest und kannst: (Vielleicht auch um eines, welches besondere Aufmerksamkeit bedarf?) Ziehe doch ein Tier aus dem Tierheim für Dich in Betracht.

Du willst etwas verändern? Lern´ uns kennen!

Wir sind sehr dankbar für die Arbeit des Berliner Tierschutzvereins und Tierheims.

In der BUNDjugend Berlin gibt es Arbeitskreise, die sich mit ihren gewählten Themen befassen, dazu Aktionen planen und umsetzen. Es können bei genügend Interessierten neue Arbeitskreise, wie zB. „Tierschutz“ gegründet werden. DU kannst deine eigenen Vorschläge mit einbringen und Projekte planen. Müllsammelaktion? Videos drehen? Pflanzen pflanzen? Workshops? Infostände? Was auch immer Dir einfällt.

Komm zur BUNDjugend Berlin. Lern uns und die Arbeitskreise kennen und ÄNDERE aktiv etwas .

Wir unterstützen Dich.

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