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Locals United

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– Soziale Klimagerechtigkeit

Hinter dem Begriff „soziale Klimagerechtigkeit“ steckt die Notwendigkeit Klimagerechtigkeit mit den Mehrfachdiskriminierungserfahrungen von Menschen in gesellschaftlichen Strukturen im Zusammenhang zu bringen. Okay, was hat aber Diskriminierung in der Gesellschaft mit Klimagerechtigkeit zu tun? Menschen unterschiedlicher Lebensrealitäten und Lebensbedingungen können an einer Vielzahl von Angeboten innerhalb der Gesellschaft nicht teilnehmen, weil diese mit strukturellen Barrieren belegt sind

– Unterschiedliche Menschen, unterschiedliche Lebenssituationen

Ein Großteil der Gesellschaft musste sich schon lange vor der Klimafrage sowohl mit sozialen Themen wie Diskriminierung und Unterdrückung, als auch mit strukturellen Barrieren in der Gesellschaft auseinandersetzen. Menschen mit wenig finanziellen Mitteln können sich sehr schlecht Bio und Fairtrade-Ware leisten. Menschen, die um ihren Lebensunterhalt zu sichern über Vollzeit hinaus arbeiten müssen, haben nicht die Zeit, an Klimademos oder anderen Veranstaltungen zu Klimaschutz teilzunehmen, weil die Kapazitäten und die Zeit dafür fehlen. Im globalen Süden sieht das alles nochmal anders aus. Auf Inselstaaten wie Fidschi, Haiti und den Philippinen sind die Folgen des Klimawandels in Form von Überschwemmungen und Tsunamis schon so stark spürbar, dass die Menschen vor Ort keine andere Wahl haben außer auf die Straßen zu gehen und zu demonstrieren, weil es wortwörtlich ums Überleben geht. Genau das gleiche gilt auch für die indigenen Völker zum Beispiel in Brasilien, deren Lebensräume durch den Klimawandel schon vor mehreren Jahren bedroht wurden, heute aber schon stark zurückgegangen sind.

Lebensstil und Lebenssituation werden nicht klimagerecht behandelt. Schnell erkennt Mensch, dass sich die Gesellschaft spaltet in privilegiert und deprivilegiert und dass es uns dann nicht weiterbringt mit dem Finger auf diese Menschen zu zeigen, die aufgrund oben genannter Gründe einfach nicht in das Konzept eines privilegierten Menschen passen und aus diesem Grund nicht in der Lage sind, so viel beitragen zu können!

– Wir werden aktiv! Locals United

Die Locals United Gruppen sind ein offener Lernraum, an dem Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven und Lebensrealitäten zusammenkommen. Wir überlegen zusammen, was wir ändern wollen, um eine gerechte und vielfältige Stadt für alle zu schaffen. Von Filmabenden, Sprach-Cafés, Demos, Konzerten, Diskussionsrunden, Flashmobs, Infoveranstaltungen bis hin zu Straßentheater, euren Ideen sind keine Grenzen gesetzt!

Uns ist es wichtig, dass sich Menschen mit den jeweiligen Bedürfnissen innerhalb der Gruppe wohl fühlen können, deshalb versuchen wir zum Beispiel durch Übersetzer*innen, Kinderbetreuung und die Suche nach barrierearmen Räumen und Sprache, die Treffen für möglichst viele Menschen zugänglich zu machen. Alle Queer, BIPoc, Disabled und von Klassismus betroffene Personen, Frauen*, Menschen mit Fluchterfahrung, Menschen, die sich um andere Menschen kümmern und weitere betroffene Personen sind aus unserem politischen Solidaritätsverständnis herzlich eingeladen an unseren Treffen teilnehmen zu nehmen und mit ihren Ideen, ihrem Wissen ihrem Tatendrang für das Thema zu bereichern und ihre Perspektiven mit einbringen zu wollen.

– Ganz einfach mitmachen! –

Du hast Lust etwas zu bewegen und neue Menschen kennen zu lernen? Wu

nderbar! Wir freuen uns über weitere Leute, die unsere Gruppe mit ihren Ideen, ihrem Wissen ihrem Tatendrang oder ihrer Neugier für das Thema bereichern.

– Kontakt

Angela vom Locals United-Team

angela.asomah@bundjugend.de